CSD Demo 2014

SLADO e.V. setzt sich in vielfältiger Weise für die Belange von Lesben, Schwulen und Transidenten (LGBT) ein. In Pressemitteilungen oder Diskussionsveranstaltungen zur Kommunalwahl, dem CSD oder über aktive Lobbyarbeit werden die Interessen der LGBT-Community vertreten.

Durch seine langjährige Arbeit ist es SLADO gelungen ein stabiles gesellschaftliches Netzwerk in Dortmund mit verschiedenen Akteuren aufzubauen. Der Verein gestaltet zudem aktiv den Runden Tisch zur Förderung der Emanzipation und Akzeptanz von Lesben, Schwulen und Transidenten in Dortmund ein.

Als einen weiteren wichtigen Meilenstein hat SLADO e.V. nach intensiven Diskussionen und Veranstaltungen den Kommunalen Forderungskatalog beschlossen.

Die Queer-Map, die Queer-Party und der CSD in Dortmund mit dem  Titel „Queer im Revier“ sind ebenfalls Schwerpunkte des SLADO e.V. Dabei verdeutlicht der Begriff „Queer“ ein breite und vielfältiges Spektrum:

  • Es wird in Frage gestellt, dass es nur zwei Geschlechter und nur eine sexuelle Identität geben soll. Der Begriff eröffnet viel Raum für Zwischentöne und Ungewissheiten.
  • Bilder, die wir zu Geschlecht und Sexualität im Kopf haben, werden hinterfragt.
    • Was bedeutet das für unsere Beziehungsformen und soziale Praxen?
    • Wie beeinflussen Institutionen wie Ehe, Familie, Schule und Kirche, aber auch Staat und Wirtschaft sexuelle und geschlechtliche Lebensformen?
    • Warum werden die verschiedenen Existenzweisen unterschiedlich bewertet?

Die Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule, das Adoptionsrecht, ein geändertes Transidentengesetz sind wichtige und notwendige Schritte. Eine Beschränkung auf diese Beschlüsse greift jedoch zu kurz. Viele weitere Schritte sind notwendig, und der Kommunale Forderungskatalog umreißt den zukünftigen Handlungsrahmen.

Nichts wird sich wirklich ändern, wenn wir nicht fragen, warum verschiedene Existenzweisen unterschiedlich bewertet werden und die rigide zweigeschlechtliche und normativ heterosexuelle Geschlechterverhältnisse nicht kritisch hinterfragen.

Runder Tisch
Kommunaler Forderungskatalog
Resolution

Runder Tisch

Auf Initiative von SLADO e.V. wurde 2000 der Runde Tisch für die Belange von Dortmunder Lesben, Schwulen und Transidenten am Oberbürgermeisteramt in Leben gerufen.

Durch die gemeinsame Arbeit mit der Verwaltung, den Vertreter_innen der Ratsfraktionen und anderen stadtgesellschaftlichen Gruppen und Organisationen hat sich seitdem einiges in Dortmund bewegt. Angefangen mit dem „Handlungskatalog zur kommunalen Lesben- und Schwulenpolitik“ über das „Konzept für eine schwul-lesbische Jugendarbeit in Dortmund“ und die Einrichtung der Beratungsstelle „Sunrise“ bis hin zum schwulen Gesundheitsladen „Pudelwohl“ konnten wichtige Forderungen umgesetzt werden.

Webseite der Stadt Dormund

Kommunaler Forderungskatalog

2012 hatte SLADO e.V. damit begonnen, einen neuen Kommunalen Forderungskatalog zur Politik für Lesben, Schwule und Transidente in Dortmund zu erarbeiten. Zielsetzung war und ist, den bestehenden Handlungsrahmen für den SLADO-Vorstand sowie Ratsbeschlüsse zu aktualisieren. Unter großer öffentlicher Beteiligung hat der SLADO e.V. in zwei Jahren eine breite Themenpalette diskutiert. In dem Katalog wurden schließlich die Schritte, welche wir als Community und als Verein gehen müssen, festgehalten sowie Forderungen gegenüber der Kommune Dortmund und dem Land NRW. Die Teilergebnisse der einzelnen Diskussionen und Veranstaltungen wurden dokumentiert und auf der SLADO-Website sowie in den sozialen Medien veröffentlicht und zur weiteren Diskussion gestellt.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Mit zwölf Themenbereichen auf einundzwanzig Seiten wurde ein umfangreicher Forderungskatalog erarbeitet und auf der Mitgliederversammlung des SLADO e.V. 2014 beschlossen. Nun gilt es diesen umzusetzen.

Kommunaler Forderungskatalog

Resolution

Ein Bestandteil des Kommunalen Forderungskatalogs von 2014 ist die Forderung einer Öffentlichkeitskampagne gegen Homo- und Transphobie. Hierzu hat der SLADO e.V. eine Resolution verfasst, die an die Ratsfraktionen gesendet wurde, mit der Bitte, diesen im Rat der Stadt zu beschließen.

Darüber hinaus wollen wir diese Resolution für eine Unterschriftenkampagne nutzen. Jede_R Unterzeichnende soll dazu aufgefordert werden, seine Unterschrift mit einer kleinen Aktion zu verbinden. So soll die Absichtserklärung untermauert werden und jeder soll sich Gedanken machen, was er im Rahmen seiner Möglichkeiten für die Gleichberechtigung von Lesben, Schwulen und Transidenten machen kann. Dies kann eine Spende, Spendensammlung für eine LGBT Einrichtung, die Unterstützung der Gründung einer Queergruppe im eigenen Verein, die Verpflichtung eine bestimmte Anzahl von Unterschriften zu sammeln oder eine andere Maßnahme sein, die deutlich macht, dass der eigenen Unterschrift Taten folgen.