Wohnsitzauflage abschaffen- Ausnahmen für LSBTI* Personen einrichten

Anlässlich des Antirassismustags am 21. März 2017 fordert SLADO e.V. die NRW Landesregierung und alle im NRW-Parlament vertretenden Parteien auf, sich stärker um die Belange von LSBTI*-Geflüchteten zu kümmern. Wichtig ist es die Wohnsitzauflage abzuschaffen. Hierzu erklärt Frank Siekmann vom SLADO e.V. Vorstand:

 

„Die Umsetzung einer Wohnsitzauflage in NRW ist integrationsfeindlich und nicht angemessen. Hinzu kommt, dass all diejenigen die mit der Wohnsitzauflage befasst sind von bemerkenswerten Umsetzungsproblemen berichten. Alle Menschen sollen innerhalb von NRW entscheiden dürfen, wo sie leben wollen.

LSBTI* Personen stehen unter einem besonderen Druck, nicht nur, dass sie unter dem Trauma ihrer Flucht leiden, sondern sie können sich innerhalb ihres eigen Umfeld nicht outen. Wir wissen von einigen Übergriffen gegenüber LSBTI*- Geflüchteten. Die Wohnsitzregelung lehnen wir ab und wir bitten Sie sich im Bund dafür einzusetzen, dass diese Regelung wieder zurückgenommen wird. Bis dahin fordern wir in einem ersten Schritt:

  • LSBTI* Geflüchtete und alle besonders vulnerablen Personen müssen generell unter der Härtefallregelung fallen.
  • Unterstützung der Kommunen, die sich in einem besonderen Maße um LSBTI* -Geflüchtete bemühen.

Bei uns treffen immer wieder Hilfegesuche von LSBTI* Geflüchteten ein, die in einer Stadt oder Region untergebracht sind, wo es keine entsprechende  Community gibt und von Diskriminierungen innerhalb ihrer Einrichtung oder Stadt berichten. Natürlich ist es wünschenswert, dass alle Kommunen und Kreise, an der Integration von LSBTI*-Geflüchteten arbeiten aber dies benötigt sehr viel Zeit und ist wenig realistisch.

 

Wir fordern die Landesregierung zudem dazu auf, sich über den Bundesrat dazu einzusetzen, dass die Bedrohungssituation von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transpersonen in deren Herkunftsstaaten durch das Bundesministerium für Migration und Flüchtlinge stärker wahrgenommen, verstanden und angemessen beachtet werden.“