Queer im Revier?

Einige Mottos lauten: Habt euch lieb oder heiratet jetzt. Der Dortmunder CSD hat jedoch schon seit Jahren das Motto Queer im Revier. Queer steht für:

In Frage zu stellen, dass es nur zwei Geschlechter und nur eine sexuelle Identität geben soll. Der Begriff eröffnet viele Räume für Zwischentöne und Ungewissheiten. Es gilt die rigide zweigeschlechtliche und normativ heterosexuelle Geschlechterverhältnisse kritisch zu hinterfragen und zu verändern. Es geht um Bilder, die wir zu Geschlecht und Sexualität im Kopf haben. Was bedeutet das für unsere Beziehungsformen und soziale Praxen? Wie beeinflussen Institutionen wie Ehe, Familie, Schule und Kirche, aber auch Staat und Wirtschaft sexuelle und geschlechtliche Lebensformen? Warum sind die verschiedenen Existenzweisen unterschiedlich bewertet?

Die Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule, das Adoptionsrecht, ein geändertes Transidentengesetz sind alles wichtige und notwendige Schritte. Aber man greift zu kurz, wenn man sich darauf beschränkt und glaubt, wenn dies alles beschlossen wurde, dann wird alles gut.

Nichts wird sich wirklich ändern, wenn wir nicht fragen, warum verschiedene Existenzweisen unterschiedlich bewertet werden und die  rigide zweigeschlechtliche und normativ heterosexuelle Geschlechterverhältnisse nicht kritisch hinterfragen. (FS)

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