Jugendeinrichtung Sunrise erhält mehr finanzielle Unterstützung

Sunrise die einzige Jugendbildungs- und Beratungseinrichtung für junge Lesben und Schwule in Dortmund, erhält mehr finanzielle Unterstützung durch die Stadt Dortmund.  Auf Antrag der SPD Ratsfraktion und einem weiteren Antrag der Fraktion von Bündnis90/Die Grünen hat der Rat der Stadt beschlossen die Einrichtung mit 15.000€ mehr zu unterstützen. Dem Antrag hat die CDU Fraktion zugestimmt, die FDP Fraktion hat diesen Antrag abgelehnt.

Sunrise besteht nun seit mehr als drei Jahren. Nach vorsichtigen Schätzungen leben in Dortmund über 30.000 Lesben und Schwule. Etwa 1.500 davon im Alter zwischen 14 und 18 Jahren. Aufgrund der gesellschaftlichen Situation von Lesben und Schwulen sind sie heterosexuellen Jugendlichen gegenüber benachteiligt. Gerade im engsten Umfeld stoßen lesbische und schwule Jugendliche häufig auf Ausgrenzung, Ablehnung und Diskriminierung.
Angst, Isolation und Einsamkeit beschreiben die Lebenssituation von jungen Lesben und Schwulen. Das Spannungsfeld zwischen den eigenen Bedürfnissen und den Erwartungen des Umfeldes führt oft zu Selbstzweifeln. Diese Umstände führen zu einer viermal höheren Selbstmordrate von homosexuellen Jugendlichen im Vergleich zu ihren heterosexuellen Altersgenossen. Daher benötigen sie einen geschützten Raum, in dem sie im Prozess ihrer sexuellen Identitätsfindung pädagogische Begleitung erfahren und keine negativen Reaktionen auf ihr Anderssein befürchten müssen. Dieser Raum ermöglicht es den Jugendlichen, ihre Homosexualität als etwas völlig Normales zu erleben.
Weitere Information über Sunrise findet man unter www.sunrise-dortmund.de