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CSD Dortmund 2012 in der Diskussion PDF Drucken E-Mail
Artikel - News
Geschrieben von: FS   
Donnerstag, den 08. Dezember 2011 um 17:00 Uhr

Zu dem Artikel in der Fresh vom Dezember 2011, mit dem Titel:“CSD in Dortmund vor dem Aus?“, erklärt Frank Siekmann von SLADO e.V.:

„Der Dortmunder CSD steht nicht vor dem Aus.  Wir wissen nicht woher die Essener Zeitung Fresh ihre Informationen über den Dortmunder CSD herbekommt. Aus unserer Sicht hätte die Redaktion der Fresh mit dem Veranstalter, also uns, besprechen müssen, was an den Informationen richtig ist. Die Berichterstattung über SLADO und den Dortmunder CSD ist kein guter Stil. Zu den Behauptungen im Artikel im Einzelnen: In der Tat war der CSD 2011 finanziell ein Desaster für uns, dennoch war er von der Stimmung her durchaus ein Erfolg. Die vielen positiven und nur wenigen kritischen Rückmeldungen die uns über Facebook oder per E-Mail erreichten, waren sehr motivierend. Welches Konzept der CSD in Dortmund 2012 mit dem Titel „Queer im Revier“ verfolgen wird, steht noch nicht fest. Wir als Veranstalter wollen erst mit allen Beteiligten darüber reden und erst danach entscheiden. Dies hat in Dortmund gute Tradition.

Im Mittelpunkt der Diskussion steht neben der Finanzierung des CSD, auch die Fragen, welchen Schwerpunkt der CSD verfolgen soll, auch angesichts der veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.

Die Essener Zeitung Fresh behauptet, dass uns HelferInnen für den CSD fehlen. Nun ist es immer eine Herausforderung genügend ehrenamtliche Helferinnen und Helfer zu gewinnen aber gerade in letzter Zeit erreichen uns vermehrt Angebote von Leuten, die uns im kommenden Jahr beim CSD helfen wollen. Auch ist uns nicht bekannt, dass sich Wirte oder Vereine aus der Vorbereitung herausziehen wollen. Stattdessen gibt es bereits jetzt mehrere Zusagen beim CSD 2012 zu helfen. Im Übrigen ist es viel zu früh bereits jetzt schon darüber zu spekulieren, wer im August kommenden Jahres helfen wird und wer nicht. Dies dürfte auch die Fresh- Redaktion wissen.

Fresh stellt zudem unser mögliches, zukünftiges Konzept, welches wie gesagt noch in der Diskussion ist, in Frage. Ob das endgültige  Konzept des Dortmunder CSD 2012 „Queer im Revier“ Menschen ziehen wird, bleibt abzuwarten. Der Standort in der Dortmunder Innenstadt verspricht gute Zahlen, immerhin liegen laut einer Erhebung von Jones Lang LaSalle der Westenhellweg und der Ostenhellweg unter den bestbesuchtesten Shoppingmeilen Deutschlands. Mit dem Westenhellweg hat sich Dortmund als einzige Ruhrgebietsstadt so gut platziert.

Jeder der sich über Dortmund informieren will, kann sich unter www.slado.de oder auf dem Portal der Stadt: slt.dortmund.de informieren.“

 

 

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Kommentare  

 
+1 #6 Peter Kwiatkowski 2011-12-12 00:40
Ich habe mich auch immer sehr kritisch über den CSD geäußert. Allerdings finde ich den Begriff Freakshow unpassend. Es ist schwer alle Schwulen und Lesben zu vertreten. Schwule Kultur ist halt plural. Ich vermisse dies auch, aber Travestie und
Lederszene gehören zu unseren Traditionen. Paar modernere Töne was die Musik angeht wer schon schön. Und ein aalglatter CSD ohne Provokation ist für mich überflüssig. Schwulsein war NIE Mainstrm
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+1 #5 SLADO Vorstand 2011-12-09 12:11
@Stefan
Vielen Dank für deine ehrliche und offene Kritik. Deine Einschätzung, dass der CSD zur Freakshow verkommt teilen wir nicht. Wir bemühen uns, trotz knapper Mittel, ein vielfältiges Programm zusammenzustellen. Zu diesem Programm und zu unserer Kultur gehören aber AUCH "nicht normale", "Freaks" und Fetish. Ein Programm zusammenzustellen, dass jedem gefällt ist aber eine Kunst die niemand beherrscht.
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0 #4 Frank Siekmann 2011-12-09 12:08
...
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0 #3 SLADO Vorstand 2011-12-09 12:03
@Arndt Zunächst möchte ich mich bei dir entschuldigen, dass Du keine Antwort auf deine Mail bekommen hast, wobei es auch immer sein kann, dass sie in den Weiten des Webs verloren gegangen ist. Wir bitten um Nachsicht. Bei der Suche nach einer geeigneten Location für eine Abschlussparty für den CSD mussten wir in diesem Jahr nehmen, "was wir kriegen konnten". Entweder waren die Location zu teuer, bereits ausgebucht oder zu weit weg, da waren wir froh, dass das Boots sich bereit erklärt hat seine Tore zu öffnen. Dies ist allerdinsg keine Entschuldigung dafür, dass dieser Ort nicht barrierefrei ist. Über Anregungen zum CSD wie wir ihn auch für behinderte noch besser gestalten können, freuen wir uns.
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0 #2 Stefan Broder 2011-12-09 09:52
Der dortmunder CSD ist zu einer einzigen Freakshow verkommen. Schrill, schriller und blos dem Klischee ein Fundament! Als normal lebender Homosexueller fühlt man sich dort weder wohl, noch in irgendeiner Form repräsentiert. Jedes Jahr steht aufs Neue die nächste bunte Gag-Transe auf der Bühne und die Fetischstände vermitteln den Eindruck, als hätte Beate Uhse einen Outlet eröffnet. Die Wirkung nach außen wird überhaupt nicht beachtet! Dass diese vermeintliche und ständig überspitzte "Vielfaltsdarstellung " uns eher lächerlich macht, hat von den Veranstaltern scheinbar keiner vor Augen. So darf ich mich im Alltag als normaler Mensch heute fast noch mehr rechtfertigen, dass ich nicht dem gängigen Freak-Klischee der egozentrischen Szene-Fraktion entspreche, dass gerade auf dem kölner und dortmunder CSD vermittelt wird. Ich will Teil der Gesellschaft sein aber der Slado stellt auf dem CSD ständig die Extreme in den Vordergrund.So werden wir nie ein akzeptierter Teil der Gesellschaft werden
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0 #1 Arndt Schröder 2011-12-08 22:21
Ich hatte eine der negativen Emails verfasst. Es ging darum, dass die Abschlussparty des Dortmunder CSD 2011 im BOOTS stattfand, und das ksnn ich als Rollstuhlfahrer nicht erreichen, da es bekanntlich im Untergeschoss liegt und nurr über eine Treppe erreichbar ist. Die Mail ist damals nicht beantwortet worden.

Das fand ich einfach saumäßig. Ich besuche eine Gruppe schwuler Behinderter, die überwiegend im Rollstuhl sitzen. Die Gruppe ist übrigens zufällig unter dem Dach der Essener Aidshilfe beheimatet. Es dürfte auf der Hand liegen, dass es nicht gerade zum gegenseitigen Mögen beiträgt,wenn man sich in Dortmund herbe behindertenunfreundl ich gibt.

Mit der Fresh habe ich übrigens gar nichts zu tun.
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